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1.000 Liter Saft gepresst

Zum ersten Mal hatte der Heimatverein Erle „Die Mostmacher“ zum Saftpressen nach Erle eingeladen. Am Sonntag, 18.10.2026, fuhren Christian Höing und sein Vater Hugo aus Velen ihre mobile Saftpresse auf die Babywiese des Heimatvereins Erle. Von 10.00 Uhr bis gegen 16.00 Uhr wurde dank vorhandenem Starkstrom- und Brunnenwasseranschluss ununterbrochen Saft aus Obst gepresst. Viele der 18 Obstanlieferer kamen nicht aus Erle, sondern aus der Umgebung. Sie hatten sich über die Homepage der Mostmacher für eine bestimmte Uhrzeit angemeldet.

Der gebürtige Velener Christian Höing ist studierter und promovierter Agrarwissenschaftler und arbeitet als Landschaftsökologe beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Freilichtmuseum Detmold. Mit seiner Frau Verena wohnt er in Detmold und betreibt mir ihr und seinem Vater von Detmold und Velen aus nebenbei das Saftpressen. Insgesamt wurden auf der Babywiese im Schatten der Erler Mühle aus ca. 1.500 Kilo Obst – ganz überwiegend Äpfel (späte Sorten wie Boskop, Quitten, Dülmener Rose usw.) – fast 1.000 Liter Saft gepresst. Auch der Heimatverein konnte aus den von fleißigen Mitgliedern gesammelten Äpfeln 54 Liter Saft pressen.

Das Obst wurde zunächst in ein Wasserbad gekippt und dort gereinigt. Über ein Förderband gelangte es zum Häcksler, der es in es in kleine Stücke schnitt. Anschließend wurde das gehäckselte Obst über mehrere Walzen geleitet und ausgepresst. Der gepresste Saft gelangte dann in einen Kessel und wurde dort pasteurisiert. Von dort floss der pasteurisierte Saft in ein Fass , aus dem er dann in praktische Bag-in-Box-Gebinde (3 l, 5 l oder 10 l) abgefüllt wurde. Ein Gebinde besteht aus einem Plastikbeutel mit Hahnverschluss und einem Karton, in den der Beutel eingefügt wird. Der Saft ist mindestens ein Jahr haltbar. Der Treber, der ausgepresste Obstbrei, gelangte über ein Förderband auf den Anhänger eines Bauern, der es als Viehfutter weiterverwertet.

Die gewaschenen Äpfel werden zum Häcksler transportiert
Der Saft wird in dem roten Behälter pasteurisiert und gelangt dann in eines der beiden silbernen Abfüllfässer
Dr. Christian Höing füllt den Saft aus den Fässern in einen Beutel
Eine drei Liter Bag-in-Box
Der Treber fällt von den Presswalzen auf einen bereitstehenden Anhänger

Christian Höing war mit der Aktion sehr zufrieden: „Dafür, dass wir zum ersten Mal in Erle waren, war der Tag ein voller Erfolg.“ Für das nächste Jahr ist eine Wiederholung geplant, eventuell etwas früher im Jahr, damit die zahlreichen frühen Apfelsorten zu Saft gepresst werden können.

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