Der „Froschkönig“ sponserte das Projekt
Der Heimatverein Erle hat sieben Geschichtsstationen renoviert. Bei ihnen wurde die Holzrahmung gegen Edelstahl ausgetauscht. Am Freitag, 31. August, fand an der erneuerten Geschichtsstation an der Piuseiche ein Pressetermin mit den Vertretern des Heimatvereins Erle und des „Froschkönigs“, der Kleiderbörse der Pfarrgemeinde St., Martin statt, bei der ein symbolischer Scheck an den Heimatverein überreicht wurde. Der Froschkönig hat das Projekt mit 2.000 € unterstützt.

Personen v. l.: Hermann Grewing (Heimatverein), Pastor Johannes Bengfort, Dagmar Vogt (Froschkönig), Carlo Behler (Vorsitzender des Heimatvereins), Volker Angrick (Heimatverein)
Seit 2004 hatte der Heimatverein Erle damit begonnen, an geschichtsträchtigen Orten in Erle Informationstafeln zu installieren, die auf historische Gebäude, Bäume, Ereignisse, Grenzziehungen und Fundstellen hinweisen. Bis zum Jahre 2023 wurden 17 Hinweisschilder über den Ort und die Bauernschaften verteilt aufgestellt. Der Zahn der Zeit nagte allerdings an dem Eichenholzrahmung und den Ständern der älteren Schilder, was auch ein erneuerter Anstrich nicht verdecken konnte. Deshalb beschloss man, das Holz einiger Schilder nach und nach durch wetterbeständigen pulverbeschichteten Edelstahl auszutauschen. Genau zu diesem Zeitpunkt erfolgte das Angebot der Kleiderbörse Froschkönig an den Heimatverein Erle, eines seiner Projekte mit einer Spende in Höhe von 2.000 zu unterstützen. Dagmar Vogt, die Leiterin der Kleiderbörse der Pfarrgemeinde, entschied sich für die Renovierung der Geschichtstafeln, zumal im Jahr zuvor auch der Heimatverein Raesfeld eine Spende zur Reparatur des Heimathausdaches erhalten hatte. Da die Metallbaufirma Nießing in Raesfeld ein kostengünstiges Angebot machte, konnten mit der Spende und Eigenmitteln des Heimatvereins aus den Einnahmen für die Führungen an der Femeiche sogar insgesamt sieben Geschichtsstationen renoviert werden. Ralf Klaßen von der Firma Nießing betreute das Projekt mit viel Sachverstand und fand für jedes auftauchende Problem eine Lösung. Den Abbau der alten Schilder, die passgenauen Messungen für die Bohrlöcher und die Neuaufstellung der neuen Schilder besorgten tatkräftige Vereinsmitglieder. Der Heimatverein Erle bedankt sich beim Froschkönig für die großzügige Spende und bei der Firma Nießing für die Unterstützung des Projektes durch einen fairen Preis.
So fing alles an: die abgebauten sieben Geschichtsstationen



Die Geschichtsstation über die Piuseiche wurde 2004 als erste ihrer Art aufgestellt und dieses Jahr mit einer Edelstahlrahmung erneuert. Die Piuseiche war 1871 aus Anlass des damals seltenen silbernen Papstjubiläums von Pius IX, eines aus heutiger Sicht umstrittenen, sehr konservativen Papstes, gepflanzt worden. Vor 10 Jahren musste das Schild erneuert werden, weil das Bild des Papstes zerschnitten wurde.